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Ferienhaus Salföld Balatonsee Ungarn – Plattensee Balaton Nationalpark ( Veszprém )
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Im Herzen Mitteleuropas gelegen hat Ungarn ca.10,3 Millionen Einwohner auf einer Fläche von 93.030 km2. Der größte Teil des Landes ist flach, im Norden und Süden findet man aber auch Mittelgebirge. Das ungarische Klima ist sehr freundlich und bietet fast doppelt so viele Sonnenstunden im Jahr wie Deutschland. Im Sommer werden häufig Temperaturen über 30ºC erreicht. Der kulturelle Reichtum des Landes ist weltbekannt. Nicht nur die Hauptstadt Budapest, sondern auch so malerische Städte wie Sopron an der Österreichischen Grenze oder Esztergom, die "Perle des Donauknies" sind eine Reise wert. Ebenfalls weltbekannt sind die zahlreichen Heilbäder in Ungarn, offiziell sind es 35, von denen die bekanntesten in Héviz und Budapest sind.

Der Balaton / Plattensee ist mit seinem 596 km2 großen Wasserspiegel und einer Uferlinie von rund 200 Kilometern der größte Binnensee Mittel- und Westeuropas. Von Südwesten nach Nordosten erstreckt sich der Plattensee über 75 km Länge, seine schmalste Stelle befindet sich mit 1500m bei der Halbinsel Tihany, die breiteste beträgt ca.14 km. Die durchschnittliche Tiefe beträgt ganze drei Meter, was auch das Geheimnis der hohen Wassertemperaturen (kann im August schon mal 27 Grad sein) in den Sommermonaten ist. Die größte Tiefe befindet sich wiederum nahe der Halbinsel Tihany (ca.11 m), wo auch eine Autofähre den Balaton über- quert.  

Am Nordufer des Sees findet man Sand- und Rasenstrände vor, das Wasser ist dort relativ tief. Die "Balatoner Riviera", wie die Gegend zwischen Balatonalmadi und  Badacsonyörs auch genannt wird, ist im Frühjahr am schönsten. Dann blühen dort die Obst- und Mandelbäume in den herrlichsten Farben und man fühlt sich wie in einer anderen Welt. Das Hinterland des Nordufers wurde von aktiven Vulkanen geformt, die Berge des Dolomit-Hochlandes sind weit sichtbar. Die schönste Sicht darauf  kann man vom Südufer aus genießen, und am Abend bietet sich einem der wohl schönste Sonnenuntergang Europas. An den Stränden des Südufers, die meist Liegewiesen sind, ist das Wasser eher flach. Man kann an einigen Stellen hunderte Meter weit in den See laufen, was die Südseite zu einem Paradies für Kinder und Familien macht. Die Orte reihen sich dort wie Perlen einer Kette aneinander, die meisten sind zusammengebaut.

Klima

Ungarn hat ein gemäßigtes Klima, auf das See- und Kontinentalklima wechselnd einwirken. Im südlichen Landesteil und vor allem am Balaton herrscht der mediterrane Einfluss vor. In diesem angenehmen Klima gedeihen viele Pflanzen und Bäume, die man sonst nur in den Mittelmeerländern findet. An den Südhängen des Nordufers wachsen z.B. Mandelbäume, in vielen Gärten reifen Feigen, und oft schimmern Granatäpfel durchs Laub. 

Rund um den Plattensee

Von bartzwirbelnden Magyaren bis reizenden Piroskas kann man hier alles entdecken, was das Ungarn-Klischee hergibt, und noch viel mehr.

Ungarn und der Balaton, eingedeutscht auch Plattensee genannt, sind ein traditionell begehrtes Reiseziel der Deutschen. Längst hat sich herum gesprochen, dass man dort einen tollen Erlebnisurlaub in herrlicher und unverwechselbarer Natur verbringen kann, der ausserdem noch um einiges preiswerter als an den südlichen Ballermann-Küsten von Mallorca ist. Zudem kann der Besucher dort noch eine Menge Originalität erfahren. Wenn auch nicht immer alles drin ist, was drauf steht.

Um typisch ungarisches Flair, Sie wissen schon: Piroskas (trachtenmässig angezogene und gar reizend anmutende junge Frauen), bartzwirbelnde Magyaren (so nennt man die Ungarn in der Landessprache) und die seufzende Geige des Cygans (Zigeuner) zu erleben, sollte man lange und mit Bedacht suchen. Auch hier ist schon eine ganze Menge aufgesetzt und so gar nicht mehr original. Wer ganz grosses Pech hat, der kommt in den lauschigen Garten einer Csarda (zu Deutsch etwa: Ausflugslokal) und wird mit dem Lied vom >Anton aus Tirol<und eisbeinessenden deutschen Touristen begrüsst. Auch die Original ungarischen Bauernhochzeiten wurden längst als markscheffelnde Einnahmequellen entdeckt und es gilt als gesichert, dass einige Paare bestimmt mehrere Dutzend Male im Jahr heiraten, um den Touristen etwas zu bieten. Trotzdem kann man sich dem Reiz auch solcher Festivitäten, zumal in Urlaubslaune, nicht entziehen und ist geneigt, den Csardas als National-Tanz um so feuriger mit zu tanzen.

Die typisch ungarische (also paprika-scharfe) Küche können Sie in den meisten Gaststätten nur bedingt und mit grossen Unterschieden erleben. Mit Rücksicht auf die zu erwartenden Touristenströme wird vielfach mild gekocht und das feurige Kesselgulasch wirkt mancherorts wie ein laues Balaton-Lüftchen. Küchen-Geheimtipps für den Ungarn-bewussten Touristen sollten kleine Schilder an ganz normalen Wohnhäusern sein. Dort steht nämlich drauf, was dann auch auf den Teller kommt: Hier wird noch original ungarisch gekocht. Immer wieder zu empfehlen sind die vielfältigen Fischkreationen, die man nicht nur in Siofok erhält. Besonders da werden die Kochkünste der Magyaren buchstäblich schmackhaft.

Dass man bei der Aussprache ungarischer Worte manchmal fast auf die Zunge beisst oder selbige bricht, ist ob der vielen ülü und ökö in den Worten längst kein Geheimnis mehr. Hier wird auch die sprachliche Nähe zum Finnischen der ehemals im hohen Norden nomadisierenden Ureinwohner Ungarns deutlich. Hätten Sie das gewusst? Ganz putzig aber sind die Wortschöpfungen der Ungarn bei der Übersetzung ihrer Angebote und Produkte. Da kann es beispielsweise schon vorkommen, dass man in einem gehobenen Restaurant >Schweinejungfrauen-Medaillons< und andere, der Pietät halber verschwiegene, Leckereien auf der Speisenkarte vorfindet.

Siofok - eine Perle am Balaton

Die Stadt Siofok ist einer der meistbesuchten Orte am und sozusagen parallel zum Balaton angelegt. Sie liegt an der E71, die von Budapest kommend ins Landesinnere führt. Grosser Sohn der ca. 24.000 Einwohner-Stadt ist der weit über Ungarn bekannte Operetten-König Emmerich (ungarisch: Imre) Kálman, der dort 1882 geboren wurde und 1953 in Paris starb. Siofok erinnert ein wenig an Warnemünde oder ein Ostseebad. Hier und da ist noch der Glanz aus österreichisch-ungarischen Zeiten sichtbar und vielerorts wird bereits tüchtig renoviert und restauriert, um alles im alten Glanz wieder herzustellen. Die Geschäfte passen sich zunehmend westlichen Standards an. Es gibt nichts, was man nicht kaufen könnte und hier und da übertrifft sich (wie anderswo auf der Welt auch) der original ungarische Kitsct in seinen Superlativen.

Wer Siofok bei Nacht erleben will, der braucht sich, zumindest nicht in der Nachsaison, auf lauten Trubel einzustellen. Die Stadt hat viele kleinere, auch Csarda genannt, und grössere Gaststätten und Hotels und natürlich die üblichen Diskos für die Nachtschwärmer. Selbst dort soll man bereits die kleinen Pillen als Muntermacher für alle möglichen Feten recht preiswert (und später verhängnisvoll) erhalten. Auch die Mädchen, die mit dem freundlichen und einladendem Lächeln (Sie wissen schon...), sind des Abends zuhauf auf der Piste und bieten alles andere als Salami (die Original ungarische Hartwurst) und Palatschinken (eine Art Eierpfannkuchen) an.

Immer einen Bummel wert ist natürlich der Balaton. Dort erwarten Sie zahlreiche, mehr oder weniger attraktive Einkaufs- und Einkehrmöglichkeiten und natürlich der herrliche Ausblick auf den Plattensee, der sich oft als eine wahrhaft herrliche, gold- und silbern blitzende See-Platte zeigt. In Zeiten, da die Ost- oder Nordsee längst kein Badevergnügen mehr sind, kann man dort noch ein recht erfrischendes, aber nicht kaltes, Bad wagen.

Einmal um den ganzen Balaton...

zu den Pflichtaufgaben, zumal beim ersten Ungarn-Besuch, gehört eine Fahrt rund um den Balaton. Die Gegend überrascht vor allem durch ihre abwechselnde Vielfalt. Man fährt, immer den legendären Plattensee in Sicht, zwischen See und Hainen von Bäumen entlang. Dann weitet sich der Blick und die Gegend wird beinahe zum Mittelgebirge. Kilometerweit sieht man nur Weinberge als Ursprung für solche berühmten Weinsorten wie der Blaustrengler, der Muskateller und der Traminer. Die Reben dafür wurden schon vor über 2000 Jahren von den Römern an den Balaton gebracht, weil Boden und Klima ideal für die beliebten Gaumenfreuden sind.

Grössere und bekannte Orte am Balaton sind neben Siofok Städte wie Elle, Boglar, Keszthely, Füred und Almádi. Alle vereint, ausser beispielsweise Siofok und Keszthely, der Zusatz Balaton, den die meisten Ortschaften rund um den Plattensee wie einen Markennamen aufweisen. Unweit Keszthely am südöstlichsten Zipfel des Plattensee liegt Heviz als eine Art Wallfahrtsort für alle, die auf Gesundheit bedacht sind oder es sein müssen. Dort gibt es eine der berühmten warmen Heilwasserquellen, die man ähnlich nur in Island finden kann. Das schwefelhaltige, mild radioaktive Wasser ist gut für die Behandlung von Erkrankungen der Gliedmassen und Gelenke und eignet sich natürlich auch fantastisch zum Relaxen. Um die Warmwasser-Quelle herum befinden sich viele Kurhotels und Sanatorien, in denen Damen und Herren aller Semester aus aller Herren Länder, in großem Masse auch aus Deutschland, behandelt werden. Die Ein- und Ausblicke in Heviz sind gar reizend...

Die Stadt Kesthely selbst ist eine der ältesten der Balaton-Region, für die man sich schon etwas mehr Zeit nehmen sollte. Hier kann man nicht nur ausgiebig shoppen und einkehren, sondern auch etwas für seine Bildung tun kann. Das barocke Schloss der Familie Festetics, einst eine der reichsten ungarischen Aristokratenfamilien, bietet neben einem Museum einen herrlichen Schlosspark und viele Säle, in denen in den Sommermonaten Konzerte stattfinden. Das Schiff der römisch-katholischen Kirche stammt aus dem Mittelalter und deren verschiedene Fresken zählen zu den schönsten Werken der Gotik.

Ein Inseltraum: Tihany

Auf der Balaton-Rundreise dürfen Sie nicht vergessen, einmal von Ihrer Reiseroute abzubiegen und am mittleren Nordufer auf Tihany ausgiebig zu verweilen. Die Halbinsel braucht in Bezug auf ihre Schönheit keine Vergleiche mit Mallorca, Sylt und anderen Berühmtheiten zu scheuen. Im Gegenteil: Tihany bezaubert durch eine (fast) noch unberührte Natur und herrliche Aussicht über den Balaton. Wissenswert: Der Tihanyer Stiftungsbrief aus dem Jahre 1055 enthält die ersten ungarischen Worte in dem ansonsten lateinisch verfassten Text. Von der ursprünglichen Kirche ist heute nur die romanische untere Kirche mit ihren Säulen zu erkennen. Die gesamte Insel samt ihrem Binnensee ist ein Naturschutzgebiet, in dem man vorzüglich Angeln und Lavendelfelder bewundern kann.

Dass allerdings der Tourismus in verstärktem Masse dort Einzug gehalten hat, ist wohl der allgemeinen Entwicklung geschuldet. Immerhin sind Touristen unbedingt notwendig, um die Region überhaupt am Leben zu erhalten. Ohne Übertreibung kann man sagen, dass fast der gesamte Balaton-Bereich ausschliesslich vom Tourismus lebt.

Wer dann sozusagen den Weg abkürzen will, der kann von den beiden Häfen auf Tihany in nur wenigen Minuten ans andere Ufer des Balaton nach Siofok oder Szantod übersetzen. Einen Besuch wert sind aber auch die weiter in nordöstlicher Richtung gelegenen Städte wie Veszprem, Balatonfüred oder Balaton-Almadi.

Übrigens: Wer über ungarische Bahnübergänge gehen oder fahren will, der darf sich von den ständig weiss blinkenden Warnleuchten nicht abschrecken lassen. In Ungarn gilt: Bei rot bleibe steh´n – bei weiss kannst Du geh´n.

Wer offenen Auges durch Ungarn fährt, erkennt sogar hier und da schon deutsch-ungarische Joint Ventures als Vorboten auf die gewünschte EU-Mitgliedschaft des Landes. Die Sparkasse mit ihrem typischen Logo beispielsweise ist in der City von Siofok (einem Badeort am nordwestlichen Balaton, der schon bald die ungarische Rolle von St.-Peter-Ording übernehmen könnte) schon präsent. Auch Penny- und Metro-Schilder prangen allerorts. Und wenn Sie Firmenschilder mit der Aufschrift „Piroska & Schmidt“ erblicken, brauchen Sie nicht lange darüber nachzudenken, wer im Unternehmen wohl das Sagen hat.

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